Eines ist klar, nach dem 1:1 in Porto steht fest, dass dies die letzte internationale Auswärtsfahrt mit einem Pflichtspiel in dieser Saison war. Das Gute daran, es war eine verdammt geile Auswärtsfahrt oder flug, wie man es nehmen will. Nachdem Madrid zu einem kleinen Horrortrip wurde, zeigte Porto genau das Gegenteil. Es war zwar ein anstrengender, aber ein total genialer Tag, selbst wenn man das sportliche weg nimmt.
Wie schon gegen Atletico Madrid fuhr ich einen Tag vorher, diesmal Montag, nach dem Arbeiten nach Wien. Großen Dank gilt hier wieder an Martin B. der mich beim Stadion abholte, wo mein Auto geparkt war und mich bei ihm übernachten ließ. Die Nacht war sehr kurz, da wir interessante Gespräche führten. Nach 4 Stunden schlaf stand ich um 5:25 Uhr auf, bereitete alles vor und um 06:30 Uhr fuhr mich Martin zum Flughafen, wo bereits viele bekannten Veilchen eincheckten. Lustig war es auch, wenn man ein Veilchen bei den Kontrollen trifft und man dabei nette Diskussionen führen kann. Um 08:50 Uhr flogen wir los und schon der Flug selbst war lustig Ende nie. Wir fanden wohl einen der wenigen Leuten in Europa, die nicht wussten, was die NSA ist, eine kleine Geburtstagsfeier an Board gab es auch und die Stimmung war einfach prächtig. Bei 15 Grad kamen wir im Porto an, manch einer leicht betrunkener Fan meinte sogar, wir sind in Frankreich, und dann startete die Sightseeing Tour. Im Gegensatz zu Madrid konnte diesmal die Dame perfekt Deutsch und sie wusste auch, wie man die Geschichte der Stadt erzählt ohne einzuschlafen.
Es gab auch immer wieder Stops, wo man sich dann einige Minuten frei bewegen und tolle Fotos schießen konnte. Das Klima war angenehm, die Stadt wunderschön und auch die Geschichte war nicht so uninteressant, wie aus einem Fischerdorf eine sehr abwechslungsreiche Stadt wurde. Highlight der Tour war dann die Schiffsfahrt, wo wir knapp eine Stunde mehrmals den Fluss auf und ab fuhren. Einige Frisuren wurden dabei zerstört, viele Fotos geschossen und wir amüsierten uns mit dem Rettungsreifen und so anderen Geschichten. Danach wurden wir am Hauptplatz rausgelassen und wir hatten Freizeit. Leider erwischten wir wohl nicht die beste Lokalität zum essen, denn das war alles andere als gut, aber der Hunger hatte sich somit auch erledigt. Nach einem kurzen Besuch in einem FC Porto Store, wo man feststellte das auf dem offiziellen Matchschal das Logo der Austria falsch ist (Fussballklbb Austria Wien) ging es zum Bahnhof um den Treffpunkt zu finden. Die Polizisten vor Ort waren so nett und halfen uns dabei die Tickets zu kaufen und den richtigen Zug zu erwischen. Und so fuhren wir zum Treffpunkt.
Dort angekommen stellte man fest, das noch nicht so viele Veilchen vor Ort waren. So suchte man sich ein nettes Caffee wo man einfach mal chillte und die Portugiesen dabei beobachtete, wie sie bei 15 Grad Plus fast erfrierten. Die Veilchen wurden dann immer mehr und es entstanden wieder nette Gespräche. So wurde aus Wuddle teilweise auch der Wurli, aus Daniela wurde Uschi und aus Viktoria Ricarda. Wir waren einfach nur positiv verrückt unterwegs. Die Sonne ging dann langsam unter, die Temperaturen ebenso. Die Porto Einwohner fühlten sich wohl so, als hätte es in Österreich -10 Grad, ich als Lungauer saß noch immer gechillt mit dem Pullover da. Aber auch die Wiener zeigten sich etwas "verwarmt" und legten sich mehr Gewand an. Dann sollte eigentlich der Marsch statt finden, doch die Polizei meinte, dass es einfach zu wenig Leute sind. Und deshalb wurde vereinbart, das wir einen Taxi Convoi zum Stadion machen würde.
Es war schon interessant mit Wuddle in einem Taxi zu Fahren. Er gab dem Taxifahrer Anweisung, doch der Gute konnte nicht einmal Englisch. Gut, dass eine Polizisten ihm genau sagte, wo er hinfahren sollte. So fuhren wir halt durch die Stadt und lauschten Wuddle bei seinen Erzählungen zu (Madrid kam mir etwas spanisch vor - Wuddle 2013 *g*). Nach einer sehr amüsanten Fahrt, wo wir auch feststellten das Wuddle sagt, wer wie viel Promille hat und nicht die Polizei kamen wir vor dem Stadion an. Dort versammelten sich alle Veilchen, dann ging es schon ins Stadion. Die Kontrollen waren diesmal sehr höflich und menschlich, das absolute Gegenteil von Madrid. Auf der großen Stiege mussten wir dann zusammen warten, bis alle durch die Kontrollen waren. Währenddessen fanden wir einen Doppelgänger von Royer, oder doch Reus? Wir konnten uns nicht entscheiden. Eine kleine schlechte Nachricht gab es. Das Megaphon und die Trommel wurden nicht zugelassen, jetzt mussten wir halt so supporten. Wir gingen dann geschlossen in den Gästesektor und Positionierten uns. Da es kein Megaphon gab, entschlossen wir uns in den zweiten Rang zu gehen, da dieser einfach besser war.
Zum Spiel selbst schreibt ich hier jetzt nicht mehr viel, dazu gibt es auf unserer HP den Spielbericht. Das was man so noch feststellte war, dass die Hotdogs nicht wirklich gut waren (so ähnlich wie in Zagreb), aber das Rundherum war echt ok. Die Posten waren so aufgestellt, dass sie nicht gestört haben, der Support war voll OK und die Stimmung war prächtig. Nachdem wir den Punkt geholt haben, mussten wir im Stadion wieder warten, aber diesmal nicht so lange wie in Madrid. Wir feierten mit der U19, die auf der Haupttribüne waren noch etwas ab und nach einer guten halben Stunde ging es dann wieder raus. Hier war kurz ein kleiner Unmut bei den Fans, da wir immer wieder gestoppt wurden und versammelt wurden. Es lief aber alles ganz locker ab. Witzig war es nur, als Bergi bei Stadion runter schauen wollte und die Polizisten ihm sofort von dort weg drängten. Sie hatten wol Angst, das Bergi runterspringen wollte. Und wer will schon einen verletzten Berg in Porto haben ... ich kann die Beamten verstehen :) Dann ging es zum Bus, der uns wieder zum Flughafen brachte.
Im Bus selbst versuchte sich die Reiseleiterin noch darin uns Porto als Urlaubsziel, auch ohne Fussballspiel, schmackhaft zu machen. Am Schluss gab es einen Fanruf " Danke dicke Tanja", mit der Antwort " Ich heiße Barbara ... aber Tanja wird sich darüber nicht freuen". Das Gelächter war groß und dann kamen wir im wirklich schönen Airport Porto an. Auch das Bording klappte diesmal einwandfrei und wir bekamen auch die Info, das wir früher los fliegen, wenn wir alle im Flieger sind. Beim Weg zum Flieger traf man dann noch auf die Spieler, was auch erfrischend war. So analysierte ich mit Sutti das Spiel im Schnelldurchgang durch, erklärte Orti wie die 5 Jahreswertung funktioniert, stellte Royer seinen Doppelgänger vor und war überrascht, wie schnell unser Murgi eine Schnitzelsemmel verdrücken kann. Dann ging es ab ins Flugzeug und wir starteten danach gleich. Am Anfang lief noch richtig der Schmäh im Flugzeug, doch nach und nach, besonders nach dem Futter (Grün weiße Nudeln, das hatte was *g*) schliefen dann doch fast alle weg, inklusive meiner Wenigkeit. Um 5 Uhr kamen wir dann alle wieder heil beim Wiener Flughafen an. Noch ein kleines Frühstück beim Mäci, dann habe ich mich von Martin wieder abholen lassen. Danach war mal eine ordentliche Portion schlaf angesagt. Nach dem Arbeitstag von Martin bekam er als Belohnung noch einen Burger King Gang von mir bezahlt und danach fuhr ich wieder in die Heimat.
Ein schöner runder Abschluss der CL Away Fahrten in diesem Jahr. Nun ist wieder nationale Kost angesagt, hier heißt es ab sofort wieder Vollgas zu geben, damit wir solche Reisen nächstes Jahr wieder haben kann. Danke Austria Wien, Danke Martin B. und Danke Porto - es war ein langer, aber saugeiler Tag. Und wenn jemand nach Porto fliegen will um sich die Stadt anzusehen - tut es, ihr werdet es nicht bereuen!
Mit violetten Grüßen
Hungry
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